Geschichten von unterwegs

Reisebericht: Ein Wort zur Fotoreise Kamtschatka

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Die sehr gelungene Zusammenstellung der Tour hat es uns ermöglicht, diese einmalige Region, insbesondere Fauna, Flora und Landschaft, intensiv zu erleben und parallel hierzu ausgiebig an einmaligen Stellen ungestört zu fotografieren. Die Organisation war von Anfang bis zum Ende perfekt.

Insbesondere muss dabei Alla Ganster und ihr gesamtes Team genannt werden. Von vielen Reisen wissen wir, dass Reiseleiter oftmals sehr gute Botschafter ihres Landes oder ihrer Region sind, aber Alla hat sie alle übertroffen. Die Organisation von Reisen in Regionen ohne nahezu jeglicher Infrastruktur und unter sehr unsicheren klimatischen Bedingungen ist eine große Herausforderung. Mit welch hoher Professionalität und welchem Einsatz Alla und ihr Team diese gemeistert haben, ist beeindruckend. In dem Bemühen, der Gruppe möglichst alle Wünsche zu erfüllen hat sie nur witterungsbedingte Hindernisse gelten lassen. Alle anderen wurden von ihr mit viel persönlichem Einsatz und Organisationstalent zu überwinden gewusst. Hierdurch hat sie ein Programm zusammengestellt, das alle Erwartungen bei Weitem übertroffen hat. Allas persönliche Vernetzung in ihrer Heimat hat uns viele Möglichkeiten eröffnet, die uns sonst verschlossen geblieben wären. Auf ihre Einschätzung, welche spontanen Programmveränderungen sinnvoll sind, konnte man sich immer verlassen, auch wenn man dies manchmal erst im Nachhinein realisiert hat.
Den hohen Anspruch an sich selbst, den „Spirit“ hat sie auf ihr ganzes Team übertragen: Angefangen von ihrem Vertreter Sergey, der uns behütet hat wie seinen Augapfel, über unsere Köchin Tonja, die unter widrigsten Verhältnissen und eigener Krankheit zum Trotz immer leckere Mahlzeiten gezaubert hat, bis hin zu unserem Fahrer, der das (für uns) bequeme 12-Tonnen Gefährt sicher durch Geröll, Schutt und Eisfelder manövriert hat. Wir haben eine Vielzahl unvergesslicher Eindrücke von Kamtschatka erhalten. Dazu zählt auch zwangsläufig das Zelten bei -5°C am Kurilensee oder das Abbrechen der Zelte am Fuße des Vulkans Gorely im heftigsten Sturm. Der hierdurch „verlorene“ Tag wurde durch die Erkundung des Tals der Geysire und der Caldera Uzon mehr als wettgemacht.

Wir würden uns jederzeit wieder bevorzugt der Organisation und Betreuung von Allas Team anvertrauen, sollten wir einmal wieder die Möglichkeit haben, noch weitere Eindrücke von Kamtschatka sammeln zu können. Denn in 14 Tagen kann selbst Alla nicht alles abdecken, was diese vielfältige Region zu bieten hat.

Zum Schluss: Nichts ist nicht so gut, dass es nicht noch verbessert werden könnte:

Das Art-Hotel in Elisovo ist zwar völlig in Ordnung, aber geprägt vom Charme eines Ostblock-Hotels der 80er. Wir mussten die zusätzliche Übernachtung in einem Gästehaus verbringen, das zwar die Bäder im Gang hatte, aber von einem besonderen persönlichen Flair und Service geprägt war, der dieses Manko weit mehr als wettgemacht hat. Man fühlte sich als persönlicher Gast der Familie. Zudem standen hier auch ein adäquater Gruppenraum bzw. eine Gästeküche zur Verfügung. Die Teilnehmer aus unserer Gruppe hätten diese Unterkunft dem Hotel auf jeden Fall vorgezogen.

Die Zelte sind zwar als 2-Mann Zelte ausgewiesen, wenn sie aber zu zweit belegt werden, passen gerade die Iso-Matten hinein. Das gesamte Gepäck muss in den kleinen Vorraum. Man kommt dann nur aus dem Zelt, wenn man über das Gepäck klettert und bangt um die sichere trockene Aufbewahrung insbesondere der Fotoausrüstung. Größere Zelte bei Doppelbelegung würden den Komfort erheblich erhöhen und das nächtliche Unfallrisiko verringern.

Die Empfehlung, Müsli Riegel mitzunehmen, ist bei der exzellenten Verpflegung durch die Köchin fast schon überflüssig.

Alles in Allem war es eine fantastische Tour, die uns lange in Erinnerung bleiben wird.

Mit besten Grüßen aus Detmold

Ihre Christiane und Wolfgang Hiller

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